Dienstag, 28. Mai 2013

Über das Finden von Erkenntnissen



Es gibt Erkenntnisse, die ich immer wieder neu gewinnen muss. Egal wie sehr ich sie verinnerliche, sie schleichen sich immer wieder aus. Vergesse sie, verliere sie. Manchmal dauert es nur Tage, manchmal Wochen, Monate, vielleicht ein Jahr. Danach muss ich sie wiederfinden. Suchen hilft nicht, nur finden.

Kürzlich fand ich so eine Erkenntnis in der Badewanne wieder. Super Ort zum Nachdenken! Menschenleere Naturlandschaften sind aber auch immer gut. Oder Musik. In meinem Fall war dass das neue Album von Eric Fish.

Ich habe meinen Schwerpunkt verloren. Als ich noch regelmäßig TaiChi gemacht habe war er dort, wo er hingehört: In den Bauch. Aktuell hängt er glaub ich im Kopf herum und macht mir den schwer. Kein Wunder dass derzeit weder mein Gleichgewicht noch meine Körperspannung verlässlich sind. Und wie bringe ich den Schwerpunkt jetzt wieder zum Sinken?

Ich habe vergessen, dass es nur meine Entscheidung ist, was aus mir wird.
Vergessen das ich es bin, die mich formt.
Wenn ich stark sein will, so kann ich stark sein.
Wenn ich schön sein will, so kann ich schön sein.
Wenn ich Zeichnen, Nähen, Musizieren will, so kann ich das.
Will ich glücklich sein, dann werde ich das.
Es liegt allein an mir.


Und was kann ich tun, um solche Erkenntnisse zu verinnerlichen und sie zumindest nicht ganz so schnell wieder zu verlieren?

Ich muss danach leben. Jeden Moment meiner Existenz damit durchtränken, dass ich selbst über mich entscheiden kann. Dass es an mir liegt, ob ich glücklich oder traurig bin, und an niemandem sonst.

In dieser Erkenntnis liegt etwas Wunderbares zugrunde: Die Freiheit, dass zu werden was man werden möchte. So zu sein, wie man sein möchte. Eine Welt voller Möglichkeiten.

Habt ihr auch solche Erkenntnisse, die unschätzbar wichtig sind,
aber dennoch immer wieder davongleiten?


1 Kommentar:

  1. Das Foto mit dem Marienkäfer finde ich ja mal ganz große Klasse!!! <3

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