Dienstag, 5. Mai 2009

es war einmal...

Es waren einmal die Dichter und Denker.

Von Zeit zu Zeit formen sich aus meiner Gedankenwelt Wörter, Wörter die sich auftürmen um eigene Welten zu erschaffen.

wörter kreisen. tanzen. lachen.
über, unter, neben mir.
lassen mich heut dinge machen:
spiegelscherben brechen hier.

trunken sein vom met der liebe,
springen in des nachtes wein.
finster kriechen dunkle diebe,
rauben jetzt das teurste dein.

suchend irre ich umher,
blicke auf zum hellen glanz.
stürze in das tiefste meer
und verlier mich doch nie ganz.

März 2007

Manchmal erscheinen Welten und Wesen und bitten mich um meine Hand. Um ihnen einen Körper zu geben, aus Zeichen und Tinte, damit sie in unsere Welt gelangen können.
So auch die Geschichte der kleinen Lani, die einst zu mir kam und sich bei mir einnistete.
Oder auch der schwarze Narr, dessen Bild vor mir erschien und dessen Welt ich ihm erschuf:

Der schwarze Narr kam. Man hatte ihn gerufen. Ein Tukan hatte ihm vor wenigen Tagen eine Botschaft vom Schokoladengott gebracht, er sei zum Bankett zur Feier der 888. Amtseinsetzung eingeladen. Er war gekommen, reiste an auf den Schwingen von tausenden Glühwürmchen mit denen er vor langer Zeit einen Bund eingegangen war. Er war der schwarze Narr, seines Zeichens Spielmann, Poet, Künstler oder Artist; alles was die Leute in ihm sehen wollten.
Als er vor das Schloss trat, sah er schon den Aufmarsch: Feuerschlucker und ihre Lehrjungen, Seiltänzer, deren Stricke von mitternachtsblauen fünfarmigen Riesen gehalten wurden, zierliche Mädchen, die ein ganzes Waffenarsenal verschlucken konnten, Dichter, Schauspieler und Minnesänger; das ganze fahrende Volk war eingeladen wurden, um dem Schokoladengott ein leuchtendes Spektakel darzubieten. Denn er liebte sie, die vogelfreien Wandervögel, die jedem einen Spiegel vorhielten und doch nur für ihr eigenes Vergnügen lebten.

So will ich ihnen hier einen Weg in unsere Welt bahnen.


♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪


Es war einmal ein Freiluftatelier.

Und zuweilen versuche ich den Welten und Wesen einen Körper aus Papier und Farbe zu geben.


Manchmal kritzel ich nur vor mich hin und Gestalten erzählen mir ihre Geschichten.
Oder sie kommen aus fremden Werken zu mir:

Illustration zu Christian Morgenstern - Möwenlied


So will ich auch ihnen eine blanke Leinwand als Tür anbieten.


♪♫♪♫♪♫♪♫♪♫♪



Es waren einmal Kunststücke.

Ab und zu und immer wieder will ich den Dingen einen festen Körper mit meinen Händen geben. Selbstgemachtes, Kunststücke.

Vor einiger Zeit habe ich das Nähen für mich entdeckt.
Kreationen aus Stoff, die Ästhetik und Funktion vereinen wollen.

>> bald gibt es hier Bilder von meinem Wintermantel <<

Um diese soll sich hier vieles drehen. Und ebenso um die anderen Wesen. Denn sie alle entstammen aus meiner Gedankenwelt.

Hier, in sosha's fuchsbau.


Kommentare:

  1. Cool, endlich hast du auch deinen Blog :D
    Nur leider noch ohne Abo-Funktion...

    Aber das kommt bestimmt noch :D
    Ich schau immer mal rein^^
    Tolles Gedicht übrigens *__*

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  2. danke :-D

    ööh, also ganz unten kann man den RSS-Feed abonnieren...
    und unter Leser kann man's auch verfolgen, aber womöglich nur über google...
    ich seh nochmal ob ich was anderes finde :-D

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